…so schön „unperfekt“?!

Frei von Mängel

Draußen ist es kalt, grau und die letzten Blätter fallen langsam von den wunderschön bemalten Landschaften. Unser lieber und herzlicher Freund der goldene Herbst verabschiedet sich nun langsam und sein grauer trister und kalter verregneter Bruder nimmt seinen Platz ein.
Die Zeit des Nachdenkens bricht an und lässt uns über uns selbst und zahlreiche andere Dinge philosophieren und das verstrichene Jahr Revue passieren. Welche Ereignisse liefen perfekt und welche nicht? Was würde ich ändern wollen? Aber was bedeutet eigentlich perfekt…

Laut Definition im Duden bedeutet perfekt „frei von Mängel/vollkommen“, aber wer hat diesen Begriff definiert und das Recht eine Sache oder gar jemanden perfekt zu nennen.

Perfektionismus ist in unserer heutigen Welt ein Thema, das uns überall begegnet und von Tag zu Tag an Bedeutung gewinnt. Den perfekten Körper, die perfekte Karriere, das perfekte Outfit, die perfekte Partnerschaft, das perfekte Foto…perfekt, perfekt, perfekt. Die Frage stellt sich, woher dieser steigende Zwang perfekt zu sein den herkommt und warum wir danach streben.

Perfektionismus und Ehrgeiz

Bereits im Kindesalter hat man die Erfahrungen gemacht, bei einer erfolgreichen perfekten Tat wurde man belohnt und bekam Anerkennung und die nötige Zuwendung. Die Gesellschaft strebt ein perfektes Leben an und bei dieser Denkweise beginnt die Problematik. Einstellungen wie „Ich muss alles richtig machen und darf mir keine Fehler erlauben, sonst werde ich als Versager gesehen“ oder „Ich muss perfekt sein, sonst akzeptieren mich womöglich meine Mitmenschen nicht“ sind heutzutage keine Seltenheit und gewinnen leider zunehmend an Bedeutung.

Der Druck immer zu 100% perfekt sein, keine Schwäche zeigen und stets am Ball bleiben lässt den Menschen unter ständigem Druck schwach werden, raubt diesem möglicherweise kontinuierlich seine Kräfte und bringt ihn dann letztendlich zu Fall. Desweiteren begleitet einen perfektionistischen Menschen die ständige Angst vom Versagen oder vor Fehlern und dies wirkt sich auf die eigenen Gefühle und das soziale Leben aus. Ebenfalls können Erfolge nicht richtig ausgelebt oder gar sich darüber gefreut werden, da der Gedanke „Es wäre noch besser gegangen…“ oder „Ich hätte mich mehr anstrengen können“ ständig im Hinterkopf festsitzt.

Menschen mit dem Drang perfekt zu sein, suchen zuerst die Schwächen und Fehler bei sich selbst und deren Mitmenschen. Dies führt wiederum dann leider dazu, dass es überhaupt nicht zu einem kennen lernen kommt und dieser direkt als ungeeignet abgestempelt wird. Darauf folgt das der perfekte Partner nicht gefunden wird oder werden kann und man gleitet weiter über in Frustration, Depressionen und Selbstmitleid.

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Bin ich zufrieden mit meinem Leben und mit mir selbst?

Zufriedenheit ist ebenfalls ein enorm wichtiger Faktor der Hand in Hand mit Perfektionismus geht. Aufgrund der ständigen Suche nach perfekten Dingen im Leben, verliert der Mensch an Zufriedenheit und Lebensfreude. Kleine Dinge wie ein einfaches Dankeschön, werden als selbstverständlich gesehen und verlieren an Bedeutung und Wichtigkeit, jedoch kann ein Danke den Tag oder vielleicht die zukünftige Lebensweise eines Menschen ungemein beeinflussen und verändern.
Zufriedenheit taucht im Zusammenspiel mit der eigenen und der Akzeptanz von Anderen auf.  Akzeptierst du dich selbst und deine Fehler, bist du in der Lage Menschen in deinem Umfeld zu akzeptieren und diese an dich näher heranzulassen, was ein wichtiger Faktor für ein gesundes Leben ist. Familie und Freunde geben dir Kraft in schweren Zeiten und beschreiten nicht perfekte Wege und Misserfolge gemeinsam mit dir.

„Verschwende keinen einzigen Tag ohne ein Lachen, den es gibt zahlreiche Menschen die von deinem Lachen leben!“

Bist du nicht zufrieden mit deiner aktuellen Lebenslage, dann überdenke diese zunächst und starte direkt mit den Veränderungen. Change it! Verurteile nicht direkt eine Sache oder jemand für deine Unzufriedenheit. Du bist der Mensch der deine eigene Geschichte schreibt und der auch selbst die nötige Kraft aufbringen muss, diese erfolgreich zu machen.

Die folgenden Tipps sind kleine Ratgeber, die mir persönlich helfen mit Perfektionismus in der heutigen Gesellschaft umzugehen, obwohl ich selbst als kreativer Kopf eine hohe Rate an Perfektionismus habe.

3 „unperfekte“ Tipps:

  1. Genieße die kleinen Dinge im Leben!
    Viel zu schnell vergeht die Zeit und das Leben vorbei, daher verschwende keine Gedanken an Dingen die nicht perfekt liefen oder an Misserfolge. Diese sind dazu da, um zu wachsen und gestärkt weiter voran zu schreiten.
  2. Akzeptiere Niederlagen!
    Niederlagen sind Lektionen von denen man lernt und zahlreiche und hilfreiche Dinge ziehen kann. Gäbe es keine Niederlagen und Misserfolge, gäbe es auch nicht den Tatendrang sich zu verbessern und noch stärker zu werden. Sie gehören zum Leben wie das Atmen, formen deine Seele und prägen deinen Verstand.
  3. Niemand ist perfekt!
    Niemand auf dieser Welt ist perfekt und wird es meiner Meinung auch nie werden, was auch gut so wie es ist. Wären wir es jedoch, wären wir nichts anderes als Maschinen die tagtäglich in einer Endlosschleife an emotionslosen und grauen Abläufen, Handlungen und Gesprächen festsitzen.

Aber genug von den negativen Seiten von Perfektionismus. Ein gesunder Ehrgeiz und ein gesundes Verhältnis zu Perfektionismus wird nur gefährlich, sofern wir die eigene Selbstachtung und das Selbstwertgefühl von Erfolgen abhängig machen. Daher sollte aufgrund eines Misserfolges nie das eigene Selbstwertgefühl in Frage gestellt werden und dieses in den Hintergrund rücken. Deine Persönlichkeit und deine Talente machen dich einzigartig und zu etwas Besonderem.

Sei du selbst!

Niemand auf der Welt und in deinem Umfeld hat das Recht dich nicht perfekt zu nennen und dir vorzuschreiben wie du dein Leben führen sollst. Du bist der derjenige der dein Leben gestaltet, deine Regeln definiert und entscheidet was dich selbst glücklich macht. Menschen die deine Persönlichkeit untergraben oder verurteilen haben meist Probleme mit sich selbst und versuchen dies durch negative Äußerungen an den eigenen Mitmenschen zu kompensieren.

Perfekt sein ist in der heutigen Gesellschaft sehr schwer und mittlerweile schon als Normalität in etlichen Bereichen angesehen, aber wie jeder von euch weis „Normal sein“ ist langweilig. Jeder Mensch ist einzigartig in der Hinsicht wie er lebt und liebt …deswegen sei einfach wie du bist, steh zu dir und deinem Leben und sei einfach so schön „unperfekt“! 

Euer HE_REIAM

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…hinfallen, aufstehen, weitergehen!?

Aus „Alt“ mach N.E.U.

Seit nun mehr als einem Jahr bin ich stolzer Besitzer dieses Blogs, jedoch wurde dieser nie wirklich von mir gepflegt und leider auch nicht richtig konzeptionell aufbereitet. Etliche Minuten (…wahrscheinlich auch eher Stunden) habe ich in die Planung, Aufbereitung und Bearbeitung gesteckt, um dann am Ende kein wirkliches Ergebnis zu haben oder die Zeit letztendlich nicht vorhanden war…

Kurz vor dem Jahreswechsel möchte und werde ich dies zielstrebig ändern und mit voller Energie, Euphorie und zahlreichen Ideen in eine kreative und spannende Zukunft mit euch starten. Meine zukünftigen Beitrage sind Wegweiser, Ein- und Rückblicke, sowie Ratschläge nach eigenen Erfahrungen für das eigene Leben.

Rebell-Modus

Die Gedanken sind frei…

Meine Gedanken und Erfahrungen zu  den Themen Lifestyle, Work-Life-Balance, Design und Kunst, Ernährung und Fitness, werde ich hier in der nächsten Zeit mit euch teilen und bin gespannt wie ihr reagiert und was ihr selbst dazu beitragen könnt. Ebenfalls wird dieser Blog auch ein kleiner Ratgeber  und Stütze für sogenannte Mode-Muffel männlicher Art werden. Einfache Tipps und Regeln für ein grandioses Ergebnis.

Seid gespannt, es wird eine tolle Erfahrung und ich freu mich auf euer Feedback, Eure Meinungen und eure Kommentare.

Bleibt gesund und kreativ!
Euer HE_REIAM